Auszahlung bei Fälligkeit EUR 95. und es steht entsprechend mehr Kapital für die Spekulation zur Verfügung. Dazu ist allerdings zu sagen, daß das Hedging sich nur bei relativ hohen Depotwerten wirklich lohnt und sich selbst unter professionellen Bedingungen schwierig gestaltet. Das folgende Beispiel ist stark vereinfacht. Insbesondere wird vorausgesetzt, daß sich der Wert des Aktiendepots insgesamt wie der DAX entwickelt. Der DAX steht bei 7000 Punkten. Ein Depot deutscher Aktien im Wert von EUR 500. soll gegen Verluste abgesichert werden. Optionsscheine auf den DAX benötigt. Die Optionsscheine verfallen wertlos. verringert den Gesamtgewinn auf EUR 92. so verliert unser Aktiendepot EUR 100. der Gewinn je Schein beträgt also EUR 13. und machen damit den geldverlust des Depots von EUR 100. zum Großteil wieder wett. Bewegt sich der DAX kaum, ist der Einsatz für die Puts allerdings ganz oder großteils verloren, während der Wert des Depots unverändert bleibt. Es kommt zu einem geldverlust, der sich ohne Puts nicht einstellen würde. Außerdem fallen natürlich in jedem Fall zusätzliche Transaktionskosten an. Nachfolgende Grafik zeigt abschließend das Prinzip des statischen Hedge anhand der Zahlen des obigen Beispiels. Oftmals machen sich Anleger Sorgen, daß Sie einen bestimmten Schein nicht bekommen oder nicht verkaufen können, weil die Umsätze an der Börse zu niedrig sind. Diese Sorge ist unbegründet. wenn sich keine passende Gegenposition an der Börse findet. Dennoch können hohe Börsenumsätze von Vorteil sein. So kann zum Beispiel der Limitkurs eines anderen Anlegers an der Börse günstiger sein als der Kurs des Emittenten, und die Chance dafür ist bei einem vielgehandelten Schein natürlich größer. kommt also ein neuer Börsenkurs durch den Makler zustande. Nur wenige Scheine werden aber so häufig gehandelt, daß laufend passende Orders an der Börse zueinandergeführt werden können. oder hunderttausend im Umlauf, der Rest wartet beim Emittenten auf Käufer. Zudem besitzt der einzelne Anleger ja bei vielen warrants immer gleich mehrere hundert oder mehrere tausend Scheine. Wenn Sie nun noch grob abschätzen, wieviele Anleger genau diesen einen Schein letztendlich überhaupt halten, werden Sie die oft geringen Börsenumsätze verstehen. Daher muß ein sehr großer Teil der Orders von der Börse direkt an den Emittenten weitergeleitet werden. für Optionsscheine oft Stunden, manchmal gar mehrere Tage alt sind. Die veralteten Börsenkurse kann der Anleger bei Optionsscheinen meist getrost vergessen. Optionsscheine können aber auch außerbörslich erworben und veräußert werden. Im außerbörslichen Handel bekommt man einen handelbaren Kurs gestellt und hat wenige Sekunden Zeit, diesen Kurs anzunehmen. Nach Ablauf dieser Zeitspanne hat der Kurs keine Gültigkeit mehr, man kann sich nun aber einen neuen Kurs stellen lassen. Bei den außerbörslichen Handelsmöglichkeiten für Optionsscheine gibt es starke Unterschiede zwischen den einzelnen Brokern. und Briefkurs gestellt, danach genügt ein Mausklick, um die Transaktion perfekt zu machen. Man kann sich sehr bequem beliebig viele Kurse stellen lassen. Auch hinsichtlich der Handelszeiten, der Mindestordergrößen und der Gebühren für außerbörslichen Handel unterscheiden sich die Broker sehr stark, hier sollte man sich vorher genau informieren. Abschließend wollen wir Ihnen noch ein paar grundlegende Verhaltensregeln mit auf den Weg geben, die man beim Handel mit Optionsscheinen unbedingt beachten sollte. Die Auflistung darf keinesfalls als vollständig betrachtet werden, viele weitere Regeln lassen sich aus der Geldanlage in Aktien übernehmen. unter dem aktuellen Kurs, ansetzen sollten, um nicht ungewollt ausgestoppt zu werden. Wenn Ihr Basiswert in die richtige Richtung läuft: Ziehen Sie den Stopkurs konsequent nach! Denken Sie auch mal daran, Gewinne mitzunehmen! sind Sie nie gefeit. Auch wenn viele Börsen inzwischen garantieren, eine Order stets zum Emittentenkurs oder besser auszuführen, so ist es doch sicherer, jede Order zumindest großzügig zu limitieren, um von unliebsamen Überraschungen beim Ausführungskurs verschont zu bleiben. von Verlusten, was bei Aktien mit entsprechender Geduld häufig funktioniert, endet bei Optionsscheinen in den meisten Fällen katastrophal. Durch den permanenten Zeitwertverlust werden Sie auch dann hohe Verluste machen, wenn der Basiswert den Kurs zum Zeitpunkt des Einstiegs wieder erreichen sollte. Auch eine längere Seitwärtsbewegung ist Gift für jeden Optionsscheinanleger! Wenn Ihre Position nicht so läuft wie geplant, trennen Sie sich von dem Schein, auch wenn es nicht leicht fällt. oder gar einen Totalverlust, weil der Schein wertlos verfällt. um die Verluste wieder auszugleichen! Gehen Sie von einem realistischen Kursziel für den Basiswert aus! und mehr in einem Jahr vorkommen, so ist die Wahrscheinlichkeit doch eher gering, daß Sie genau diesen Wert erwischen. Wählen Sie im Zweifelsfall lieber einen etwas weniger riskanten Basispreis. Kalkulieren Sie die Transaktionskosten und den Spread als geldverlust von vornherein mit ein, besonders bei sehr kleinen Ordergrößen! Prüfen Sie genau, wie stark der Basiswert steigen muß, um zumindest diese Kosten wieder hereinzuholen. Je kleiner Ihre Ordergröße ist, umso schwieriger wird es, die Transaktionskosten auszugleichen. in Optionsscheine investieren wollen, sollten Sie nicht mit DM 100. Nicht gegen den Trend handeln! Eine Regel, die eigentlich aus dem Aktienmarkt bekannt ist, auf die an dieser Stelle aber noch einmal eindringlich hingewiesen werden soll: Denn durch die Hebelwirkung von Optionsscheinen erleiden Sie schnell deutlich höhere Verluste, wenn Ihre Meinung sich als falsch herausstellt. Setzt sich der Trend fort, werden Sie kaum noch eine Chance bekommen, die Position ohne herbe Verluste loszuwerden. Es ist sehr schwierig, technische Gegenreaktionen oder gar eine Trendumkehr vorherzusagen. Warten Sie lieber, bis sich ein Trend etabliert hat und setzen Sie dann mit Optionsscheinen auf den Trend. Sie werden auf Dauer mehr Freude damit haben. Optionsscheine sind eine sehr spekulative Depotbeimischung und eignen sich nur für risikofreudige Anleger. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, aber es kommt immer wieder vor: Spekulation auf Kredit. Viele Anleger versuchen, Ihre Verluste mit immer riskanteren Positionen mit Gewalt wieder wettzumachen, und greifen dabei nicht selten auch zu Krediten, so daß sie hinterher nicht nur alle Ersparnisse verspielt haben, sondern auch bis zum Hals in Schulden stecken. Sie sollten niemals auf Kredit spekulieren, ganz besonders aber nicht mit Optionsscheinen. Wenn Sie Verluste machen, prüfen Sie, warum diese entstanden sind und versuchen Sie keinesfalls, diese mit immer mehr Hebelwirkung wieder hereinzuholen. Verwenden Sie zur Spekulation nur Kapital, welches Sie nicht an anderer Stelle benötigen und notfalls auch entbehren können!